Bis ans Ende der Welt (NaNo 2013)

Tania ist Anfang 30, leidenschaftliche Kellnerin, Hobbysängerin (am liebsten in einer Karaokebar mit ihren Freundinnen), Single und nicht böse drum. Als sie Martin kennenlernt, knistert es gewaltig, und dennoch scheint eine Beziehung nicht möglich zu sein.

Martin ist Mitte 30, geschieden und desillusioniert. Er achtet sehr darauf, dass seine Affären genau das bleiben: Unkomplizierte Bettgeschichten. Doch dann begegnet er Tania, und obwohl sie einverstanden ist, nichts Ernsteres entstehen zu lassen, spürt er, dass mehr möglich ist – und seine Angst vor Verletzungen lässt es nicht zu.

Als Tania ungeplant schwanger wird, fühlt Martin sich in seinem Misstrauen bestätigt und verlässt sie endgültig. Tania braucht lange, um das zu akzeptieren, doch als er nicht einmal nach der Geburt der gemeinsamen Tochter den Kontakt wiederherstellt, ist für sie klar, dass sie einen kompletten Neuanfang braucht. Sie nimmt ihre Tochter, hinterlässt ihrer besten Freundin einen Brief und eine Vollmacht und fährt zum Flughafen. Dort steigt sie in das erste Flugzeug, das noch einen Platz frei hat und landet auf Bali.

Bali ist nicht nur das Paradies, von dem Urlauber schwärmen. Es ist laut, dreckig und für eine Deutsche, die ohne Arbeitsgenehmigung eingereist ist, gibt es so gut wie keine Jobs. Die erste Zeit auf Bali ist für Tania die schlimmste Zeit ihres Lebens, und doch denkt sie nie daran, umzukehren.
Es dauert lange, bis sie einen Ausweg aus ihrer Situation findet und dem Leben im Paradies auch seine schönen Seiten abgewinnen kann.

Martin arrangiert sich in seinem Leben wieder so wie vor Tania. Er hat Affären, arbeitet und verschwendet keinen Gedanken mehr an Tania. Außer an seinem Geburtstag, an dem auch seine Tochter zur Welt kam. Meistens ertränkt er das nagende Gefühl in seinem Inneren mit Alkohol.

einige Jahre später fragt Melina nach ihrem Vater, und Tania hält das Versprechen, dass sie vor Jahren einem winzigen Säugling gegeben hat: Wenn du eines Tages nach ihm fragst, werde ich dir nicht ausweichen. Wir werden ihn suchen und ihm überlassen, ob er dich sehen will.
Tania schreibt Martin, dass seine Tochter ihn sehen will, und er willigt ein, die beiden zu treffen, wenn diese an Weihnachten in Deutschland sind. Das Treffen wird anders, als die beiden Erwachsenen es sich vorgestellt haben, doch noch kann keiner über seinen Schatten springen.

Melina hält den Kontakt zu ihrem Vater, indem sie ihm Bilder malt, die Tania einscannt und ihm per Mail schickt. Und eines Tages steht er wie Jahre zuvor Tania in Denpassar am Flughafen und muss sich seinen Ängsten stellen – und der Frage, ob es überhaupt noch einen Platz in ihrem Leben für ihn gibt. Denn auch sie ist weitergegangen und scheint glücklich zu sein. Darf er dieses Glück zerstören?

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